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KOMM Frankfurt

Studentisches Kommunikationszentrum, Klinikum der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität
Frankfurt
2011 - 2013
fertiggestellt
Verwaltung, Bildung

Grundkonzeption

Der gesamte Bereich ist geprägt durch ein parkähnliches Gelände mit altem Baumbestand. Im südlichen Bereich grenzt das Baufeld unmittelbar an die Außenanlagen einer Kinderbetreuung.


Zielsetzung des Entwurfes war es, den neu geschaffenen Baukörper in dieses parkähnliche Areal zu integrieren und sich dabei bewusst von der umliegenden Bebauungsstruktur abzuheben. 

Weiterhin wurde das umgebende Grün als Dachbegrünung auf die Dachfläche des Veranstaltungssaales zugeführt, um eine weitere Vernetzung mit dem umgebenden Gelände zu erreichen. Die Haupterschließung des Gebäudes wurde an die Bedürfnisse des Gebäudes angepasst (Verbreiterung auf 3,0 m).

Unsere Intention war es, einen Gebäudetypus zu entwickeln, der nicht nach Mustern üblicher Sortierung seine Schlüssigkeit findet, sondern aus einer selbstverständlichen Motivation heraus den Ort prägt, ohne jedoch einen provozierenden Bruch zu bewirken. Die Haupterschließung des neuen KOMM erfolgt von seiner Ausrichtung auf der südwestlichen Seite und knüpft an die vorgefundenen Erschließungswege an.

 

Der entwickelte Baukörper vereint verschiedenste Typologien und lässt sich nicht eindeutig katalogisieren. Um eine möglichst große Anzahl der vorgefundenen Bäume zu erhalten, orientiert sich der zweigeschossige Hauptbaukörper in seiner Ausrichtung an dem vorgefundenen Baumbestand.


Die Höhenentwicklung des Erdgeschosses nimmt dabei auch die vorgefundene Topographie auf, so dass innerhalb des Erdgeschosses verschiedenen Raumhöhen entstehen. Der Besucher betritt das KOMM über einen großzügig angelegten Foyer- und Eingangsbereich. Rampen geleiten den Besucher in den ca. 0,7 Meter tiefer gelegenen Multifunktionssaal, der für unterschiedlichste Veranstaltungen konzipiert ist.

Im östlichen Bereich des Multifunktionssaals befindet sich die gesamte Haustechnik sowie ein Probe- und Übungsraum, der über einen Vorraum an den Multifunktionssaal angeschlossen ist, jedoch auch einen eigenständigen Zugang besitzt, der es ermöglicht, auch außerhalb von Öffnungszeiten den Raum zu nutzen. Großzügig angelegte Fensterflächen schaffen eine helle Ausleuchtung mit Tageslicht und sorgen zugleich für eine ausreichende Be- und Entlüftung des Raumes. Das über den Foyerbereich erschlossene Obergeschoss ist als Nutzungseinheit konzipiert und nimmt die Räume der einzelnen Fachschaften sowie einen Besprechungs- und Meditationsraum auf. Einschneidende Loggien schaffen direkte geschützte Außenbezüge, die durch eine Dachterrasse im Bereich des Besprechungsraumes noch ergänzt werden.

Der Neubau des studentischen Kommunikationszentrums ist eine Massivkonstruktion (Beton/Mauerwerk). Die Materialien sind einfach und robust gewählt. Die fünfte Fassade (Dachaufsicht) hat sowohl im Bereich des Erdgeschosses als auch im Obergeschoss eine extensive Dachbegrünung.