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Wohnpark Ebenberg in Landau

Landau
ab 2017
in Planung
Wohnen, Gewerbe, Kultur, Gesundheit

Ausgangssituation

Auf den Grundstücken 30+30 a soll ein Gebäudekomplex mit dem Schwerpunkt Senioren- barrierefreies Wohnen entstehen. Hier werden in großer Bandbreite verschiedene Formen des Seniorenwohnens und der Pflege angeboten, diese sind miteinander verknüpft und ergänzen einander.

Städtebauliche Planung

Sowohl die Lage, wie auch die Höhenentwicklung des Neubaus richtet sich nach den im Bebauungsplan festgeschriebenen Rahmenbedingungen. Die Bemessungsgröße des Baufelds lassen einen Baukörper mit einer Grundfläche von ca. 1.688 qm zu. Diese Grundfläche wird durch den neu geschaffenen Baukörper mit einer Fläche von 1.675 qm nahezu ausgenutzt. Die Platzierung und Ausformung des Baukörpers orientiert sich dabei an der im Rahmenplan ausgebildeten städtebaulichen Raumkante sowie an den vorgefundenen Fluchten der Umgebung.

Eine Quartiersallee übernimmt die Aufgabe eines Verbindungselements zwischen dem neu etablierten Geschosswohnungsbau und dem vorhandenen Bestandsgebäude 110 und dient gleichzeitig als Erschließungszone mit Aufenthaltsqualitäten, aus der sich unterschiedliche Funktionen und Freiräume ableiten. Der Charakter einer nur in Ausnahmefällen befahrenen Spielstraße als Quartierstreffpunkt für die unterschiedlichen Nutzergruppen ist hier die Zielsetzung.

Nutzungen Neubau

Den Nutzungsvorgaben der Auslobung mit 40% altersgerechtem und barrierefreiem Wohnen sowie 30% Mietwohnungsanteil wird in der Planung entsprochen. Der Neubau mit einer BGF von 6.112,20 qm ist vollständig als altersgerechtes und barrierefreies Wohnen in unterschiedlichen Wohnungsgrößen konzipiert. Hier entstehen neben betreuten Seniorenwohnungen mit optionaler Anbindung an die Pflegestation auch verschiedene Familienwohnungen sowie Gemeinschaftsräume, in denen sich jung und alt begegnen können. Optional ist hier in einem weiteren Teilabschnitt ein integrierter Pflegekomplex mit verschiedenen Ausprägungen moderner Wohn- und Versorgungsformen für Senioren möglich.

Nutzungen Bestandsgebäude 110

Die östlich gelegenen Erdgeschossflächen des Bestandsgebäudes werden als Tagespflegestützpunkt, die westlich gelegenen Erdgeschossflächen als Tagescafe/Gastronomie belegt und markieren jeweils Start- bzw. Endpunkt der Quartiersallee. Die südlich ausgerichtete Erdgeschoss- und 1. Obergeschossflächen sind als Atelierwohnungen im Maisonette Stil, über zwei Geschosse mit jeweils eigenem Zugang von der Quartiersallee und vorgelagerter privaten Grünflächen, sowie Abstellflächen für Fahrräder und Müllentsorgung, konzipiert. Diese richten sich z.B. an die Zielgruppe jüngere Paare/Familien oder auch Selbständige.

Dem Wunsch des Auslobers zur Belebung des Quartiers wohngebietsverträgliche kleingewerbliche Nutzungseinheiten anzubieten, wird insbesondere auf den nördlich ausgerichteten Erdgeschossflächen des Bestandes mit Erschließung von der Fritz-Siegel-Straße genüge getan. Dort entstehen insgesamt bis zu vier Einheiten, welche die Nahversorgung des Quartierbereiches übernehmen, oder sich auch Arztpraxen, Apotheken oder Physiotherapiegewerbe ansiedeln kann.

Ergänzt werden diese gewerbliche Nutzungen durch Flächen im 1. Obergeschoss die teilweise als CoWorking-Flächen für kleine Startup Unternehmen aus IT-, Kreativ- und Marketingbranche belegt werden können oder ebenfalls Arztpraxen und Physiotherapiegewerbe sowie anderen wohngebietsverträglichen Nutzungen zugeführt werden. Durch die südlich zur Quartiersallee ausgerichteten Atelierwohnungen im Maisonette Stil, ist es in diesen Bereichen möglich, dem zunehmendem Bedürfnis, Arbeiten und Wohnen zu verknüpfen, gerecht zu werden.

Die Flächen des 2. Obergeschosses thematisieren Seniorenwohnen in Form von Seniorenwohngruppen oder speziellen SeniorenWG's.Diese Wohngruppen bestehen aus unterschiedlicher Anzahl von 1- bis 2-Zimmer Apartements mit eigenem kleinen Bad- und Küchenbereich, die ein eigenständiges Leben und Wohnen ermöglichen und einen privaten Rückzugsbereich gewährleisten. Ergänzt werden diese Apartements durch Gemeinschaftsbereiche, bestehend aus Küche/Essen/Wohnen mit Außenbezug über eine Balkonanlage, ein großzügig gestaltetes Gemeinschaftsbad und gemeinschaftliche Abstell- und Lagermöglichkeiten. Alle Bereiche dieser Wohngruppen sind barrierefrei nutzbar.

Den Bewohnern der Wohngruppen stehen durch einen Stützpunkt der Tagespflege auf dieser Ebene verschiedenen Serviceleistungen von Essen- und Wäscheversorgung über Pflege im Krankheitsfall bis zu regelmäßiger Alltagsbetreuung und hauswirtschaftliche Hilfen etc. zur Verfügung. Für die pflegerische Versorgung ist ein etablierter Träger vorgesehen. Dieser könnte neben der Tagespflege sowie der ambulanten Pflege auch bei Bedarf einen stationären Versorgungspunkt im Neubau etablieren.

Das Gesamtkonzept des barrierefreien, lebenslangen Wohnens für Jung und Alt spiegelt sich auch in der gesamten Organisation des beplanten Baufeldes wieder. Das Konzept unterteilt den Komplex in öffentliche Bereiche wie den Gemeinschaftsraum und die Grünflächen und den Quartiersplatz sowie das angegliederte Café, halböffentliche Bereiche wie die Treppenhäuser und Laubengänge, in denen sich die direkten Nachbarschaften treffen und die Intimbereiche der eigenen Wohnungen als Rückzugsorte der Bewohner. Letztere lassen jedoch deutliche Sichtbezüge in die Umgebung durch großzügig verglaste Wohnräume und lichtdurchflutete Grundrisse zu.